Mittwoch, 6. November 2013

Perfektionismus ist was für Weicheier!

Folgendes wunderbare Buch habe ich neulich aus der Bonner Stadtbücherei entliehen:

 
Wunderbar, weil die Autorin und Nähkünstlerin Poppy Treffry ganz entzückende Applikationen mit der Maschine in sogenannter Freihand-Sticktechnik näht. Dabei entstehen ganz plastische, künstlerisch anmutende Stoff-Bilder. Herrlich unperfekt, ungleichmäßig, unsynchron und gerade dadurch, ja, was? Perfekt!
Sympathisch und überaus verlockend auch der Klappentext der Engländerin: "Keine festen Regeln, keine Grenzen! Das ist das Prinzip dieses Buches. Also ran an die Maschine und einfach drauf los sticken!"
 
Wer mich kennt, weiß, dass ich:
  1.  alles  - immer - perfekt haben muss
  2. alles beim 1. Versuch perfekt sein muss
  3. ich nix mehr hasse, als Anleitungen, Gebrauchsanweisungen etc. zu lesen
  4. was zur Folge hat, dass es eben manchmal nicht perfekt wird ;)
Glücklicherweise muss man in Treffrys Buch nicht soooo viel lesen...
 
Was braucht man? Eine Nähmaschine, einen Stickrahmen, Stoff und Faden.
Was muss die Maschine können? Den Stofftransport versenken. Kann meine nicht... schnüff! (oder weiß jemand da draußen, wie man das bei einer Singer, Concerto 1 macht??? Zur Belohnung gibt's ein Shirt in dieser Technik für umme!!!)
Aber Poppy Treffry wäre nicht Poppy Treffry, wenn sie nicht auch für mich eine Lösung finden würde: Stofftransport auf 0 stellen und notfalls die Häkchen mit Klebestreifen überkleben...
Auf jeden Fall klappt's jetzt und da mich das Resultat dieser Technik wirklich begeistert, werde ich wohl oder übel üben.
 
Seht her, was es schon gebracht hat und jetzt bei hip hip hurra zu kaufen gibt:
 
 
Und was ist das Schwierigste an dieser Technik? Das man niemals perfekt darin werden kann. Ich muss noch viel lernen...